Das Täubchen und der Adler
(Fortsetzung)

 Oftmals setzt sich das Täubchen, wo sie der Adler traf nieder,
und ein kühler Wind der Sehnsucht, weht über ihr weisses Gefieder.
Weit und breit fliegen verschiedene Vögel in Sicht,
doch keiner der hat im Adler sein Gesicht.
Doch plötzlich setzt sich eine Möwe auf den Felsen neben ihr,
und sagt, ich sah dich oft schon einsam warten hier.
Beide lassen ihre Gedanken über das Meer schweifen,
langsam geht die Sonne unter und das Täubchen muss wieder begreifen.
Auch heute wird er sich nicht erfüllen, ihr Traum,
so glaubt sie daran, noch kaum.
Plötzlich erzählt das Täubchen von der Zeit,
die zurück liegt für sie eine Ewigkeit.
Dass sie im Herzen spürt nach ihm das Verlangen,
wie er damals Frei wie ein Adler im Wind von ihr ist gegangen.
Sie erzählt ihr, dass sie den Adler nie vergisst,
und glaubt, dass er sie nicht vermisst.
Die Möwe breitet ihre Flügel aus und schaut sie fragend an,
komm flieg mit mir und glaube daran.
Noch vieles wird dir zeigen das Leben,
und Wunder, kann es immer und überall geben.
So fliegen sie nebeneinander her, orange leuchtet das Himmelzelt,
bei Sonnenaufgang fliegen sie hinaus in die Welt.
Und die Hoffnung, sie wird ihn den Adler nochmals begegnen,
begleitet sie, in welcher Richtung der Wind, sie auch wird bewegen.
© 2005 by Paloma




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